Katzen mit dem typischen Aussehen der Chartreux gibt es schon sehr lange, die ersten Aufzeichnungen stammen aus dem 16ten Jahrhundert.
Es wird angenommen, dass sie ihren Namen, Chartreux, französisch für Kartäuser, erhielten, weil sie in einem Kartäuserkloster lebten. Im letzten Jahrhundert wurden sie gezielt gezüchtet, zuerst gemeinsam mit der britisch Kurzhaar, aber schließlich, zum Glück, als eigene Rasse. Tatsächlich haben die beiden Rassen nicht viel gemeinsam, im günstigsten Fall sollte sogar der Blauton bei beiden unterschiedlich sein.

Kartäuser haben ein mattblaues (pale blue) dichtes, glattes Fell, das in der Sonne glänzt. Es kann heller oder dunkler sein. Die Babys haben oft, aber nicht immer, eine sogenannte Geisterzeichnung, die mit der Zeit verschwindet, zum Schluss am Schwanz. Mit spätestens einem Jahr sollten sie komplett einheitlich gefärbt sein.

Die Weibchen haben die Statur ähnlich einer Hauskatze, manche etwas stämmiger, andere eher schlank, nicht zierlich. Die Nase ist gerade, ohne Stopp, die Augen haben einen bernsteinfarbenen Gelbton, wobei die Babys in den ersten Wochen noch blauäugig sind. Die erwachsenen Kater unterscheiden sich stark von den Weibchen, da sie um einiges größer und schwerer sind, nicht zu vergessen das typische Chartreux Katergesicht, breiter an der Basis, und recht eindrucksvoll.


Ein Vorteil der Chartreux ist ihre Robustheit, sie haben keine rassebedingten Krankheitsrisiken, möglicherweise weil sie sich kaum verändert haben, im Lauf der Zeit.

Es sind eher leise Katzen, die Stimme ist nicht sehr laut. Während die Kater von Anfang an recht aufgeschlossen sind und mit der gesamten Familie Freundschaft schließen wollen, sind die Weibchen etwas distanzierter, sie suchen sich auch gerne ihre Lieblingsmenschen in der Familie.

Wenn die Chartreux als Kätzchen dazustoßen, sind es nicht selten die Kinder. Allerdings nicht überraschend, die haben mehr Zeit zum Spielen. Im Allgemeinen freundliche, anpassungsfähige Katzen, sowohl ihren Menschen als auch anderen Tieren gegenüber. Auch ihre Klugheit und Lernfähigkeit sollte erwähnt werden, sie wissen, was ihren Menschen wichtig ist, und halten sich daran, ausgenommen, ganz wichtige Katzenangelegenheiten, natürlich.